Praxis Jürgen Stolz


Psychotherapie als Kassenleistung:

Als approbierter Psychotherapeut biete ich in meiner Praxis kognitive Verhaltenstherapie für Erwachsene an. Die Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg liegt vor; damit können gesetzlich Versicherte durch mich behandelt werden. 
Hier können Sie nachlesen, ob Ihre Krankenkasse bzw. Versicherung für die Kosten solch einer ambulanten Psychotherapie aufkommt. 

  • Bei den gesetzlichen Krankenkassen (z.B. AOK, IKK, Barmer, KKH etc.) gilt:
    Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine ambulante Psychotherapie durch kassenzugelassenen Therapeut*innen.
    Doch es gilt einige Voraussetzungen zu beachten. Die wichtigsten Voraussetzungen sind, daß (1.) eine Psychotherapie notwendig und (2.) eine psychische Stabilisierung zu erwarten ist. Diese Voraussetzungen werden in den ersten Gesprächen mit dem Therapeuten (den sogenannten probatorischen Sitzungen) geklärt und dann ggf. ein Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf eine fortlaufende Psychotherapie gestellt. Diese Schritte gehören zur Routine eines Psychotherapeuten und sollten Sie nicht von einer ersten Kontaktaufnahme abhalten. Die probatorischen Sitzungen helfen zudem die Frage zu beantworten, ob Therapeut*in und Patient*in gut zusammenarbeiten können.
    Die Krankenkassen übernehmen alle anfallenden Kosten.

    Für das Erstgespräch und die ggf. nachfolgenden Termine brauchen Sie keine Überweisung von Ihrem Arzt vorlegen, es genügt die Mitgliedskarte Ihrer Krankenversicherung.

  • Selektivverträge mit erweitertem Angebot: Für Versicherte von vielen Betriebskrankenkassen bestehen erweiterte Möglichkeiten. (Sie können über diesen Link prüfen, ob sich Ihre BKK angeschlossen hat. Scrollen Sie dort etwas nach unten und klicken Sie auf "Ansprechpartner bei der Krankenkasse", um die aktuelle Liste der BKKen abzurufen)
    Ich habe mich den sogenanntenen Selektivverträgen der genannten Krankenkassen angeschlossen. Versicherte dieser Krankenkassen können nun über das normale Maß hinaus von einem erweiterten Angebot an Psychotherapie profitieren. Dies geht mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand einher, so muss z.B. bei der Krankenkasse kein Antrag auf Psychotherapie gestellt und keine Genehmigung der Krankenkasse abgewartet werden.
    Bitte geben Sie bei einer Kontaktaufnahme mit mir an, wenn Sie Mitglied einer dieser Kassen sind.

  • Bei den privaten Krankenversicherungen (z.B. Debeka, Central, AXA, HuK-Coburg, DKV etc.) gilt:
    Bei den privaten Krankenversicherungen hängt der Versicherungsschutz von den Bedingungen Ihres Versicherungsvertrags ab - und diese unterscheiden sich deutlich untereinander. Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine ambulante Psychotherapie: manche Versicherer sind hierbei sehr unbürokratisch, andere nicht. Die Anzahl der genehmigungsfähigen Sitzungen pro Jahr und die Modalitäten der Antragsstellung variieren bei privaten Krankenversicherungen sehr stark. Eine Nachfrage bei Ihrer Versicherung schafft Klarheit; oftmals erhalten Sie dort auch Formblätter für das weitere Vorgehen. Selbstverständlich unterstütze ich Sie bei der Beantragung der Kostenübernahme. Für weitere Informationen können Sie mich gerne ansprechen.

  • Bei der Beihilfe (für Beamt*innen bzw. deren Familienangehörige) gilt:
    Ambulante Psychotherapie ist generell beihilfefähig. Das Antragsverfahren ähnelt dem der gesetzlichen Krankenkassen (vgl. obigen Text) - sieht man von den vielen Formulardurchschriften ab. Ihre Beihilfestelle schickt auf Verlangen die nötigen Formulare zu. Selbstverständlich unterstütze ich Sie bei der Beantragung einer Psychotherapie. Probatorische Sitzungen sind problemlos und ohne vorherige Genehmigung möglich.

     

 

Wann kommt eine ambulante Psychotherapie nicht in Frage?

Es gibt einige wenige Zustände, unter denen eine ambulante Psychotherapie rechtlich ausgeschlossen oder aus lebenspraktischen Erwägungen nicht sinnvoll ist. Diese sind: 

  • Fehlende Abstinenz bei Suchterkrankungen: 

Eine langfristige ambulante Psychotherapie bei Suchterkrankungen darf nur unter der Voraussetzung bestehender Abstinenz stattfinden. Die ambulante Psychotherapie hat hier nicht die Aufgabe des Entzugs und der Entwöhnung. Diese Behandlungsschritte erfolgen, vor allem bei einem massiven Suchtmittelkonsum, stationär unter ärztlicher Aufsicht. Bei gegebener Abstinenz kann und darf eine ambulante Psychotherapie aber die Patient*innen darin unterstützen, die Abstinenz aufrechtzuerhalten und Hintergrundprobleme zu bearbeiten, in denen die Sucht ihren Ursprung hat.  

  • Essstörungen bei vitaler Gefährdung:

Im Rahmen einer Essstörung kann es aufgrund einer langfristigen Mangelernährung zu lebensbedrohlichen körperlichen Zuständen kommen. Unter diesen Umständen muss zunächst eine spezielle Behandlung im stationären oder teilstationären Setting stattfinden, die für eine nötige Grundstabilität sorgt.  

  • Akute Psychosen:

Sollten Sie an einer Krankheit aus der Gruppe der schizophrenen Erkrankungen (z. B. Schizophrenie, Schizoaffektive Störung) leiden, ist im Falle einer akuten psychotischen Episode eine ambulante Behandlung nicht ausreichend und überfordernd. Es sollte zunächst eine (vollstationäre) psychiatrische Behandlung stattfinden und die akute psychotische Episode beendet sein, bevor eine ambulante Therapie aufgenommen bzw. fortgesetzt werden kann.  

  • Akute Suizidalität:

Sollten Sie mit konkreten Gedanken beschäftigt sein, sich das Leben zu nehmen (z. B. konkrete Pläne oder Vorbereitung eines Suizids), bietet eine ambulante Psychotherapie keine ausreichende Unterstützung. Sie sollten sich in diesem Fall in eine vollstätionäre psychiatrische Behandlung in einer Klinik begeben. Zögern Sie hiermit bitte nicht. Wurde in diesem Rahmen wieder ausreichend Stabilität geschaffen, kann eine ambulante Psychotherapie aufgenommen bzw. fortgesetzt werden.

 

Praxis für Psychotherapie Jürgen Stolz Stuttgart